The Guards Band of Finland, FI

Der Musikkorps der Garde aus Finland - The Guards Band of Finland - wird die Mid Europe mit Konzerten und Open Airs bereichern!

Die Geschichte des Musikkorps der Garde geht zu dem Jahr 1819 zurück, als drei Musikanten zu dem Unterrichtsbataillon in Helsinki rekrutiert wurden.  Heutzutage ist das Musikkorps ein aus 40 Personen bestehendes sinfonisches Blasorchester, das dem Kommandeur des Jägerregiments der Garde unterstellt ist und für sowohl staatliche Repräsentationsveranstaltungen als auch Auftritten in den Garnisonen die Verantwortung trägt.

Zusätzlich zu den Repräsentationsveranstaltungen gibt das Musikkorps jährlich etwa vierzig Konzerte.  Dazu zählen die traditionellen Frühlings-, Herbst und Weichnachtskonzerte, sowie die Konzerte der Töölö-Reihe, wo neue Blasmusik vorgeführt wird, zusammen mit eigenen und gastierenden Kapellmeistern und Solisten.  Das Musikkorps der Garde tritt nicht nur in Helsinki auf, sondern gibt auch Auftritte im ganzen Land und repräsentiert Finnland im Ausland durch Konzerte und Marschauftritte.

Innerhalb des Musikkorps wirken auch zahlreiche kleine Zusammensetzungen.  Das Kaartin Seitsikko -Septett pflegt und entwickelt die traditionelle finnische Blaszusammensetzung, die Kaartin Combo glänzt durch ihre Show-Stimmung, das Blasoktett bietet geschmackvolle Konzertmusik und die Femu Brass Band ihrerseits spielt frische Musik für jeden Geschmack.  Die Tusan Brass -Zusammensetzung bietet leichte Musik im New Orleans -Stil und Brutallica ihrerseits schwere Trompetenmusik.

Bei der Zentralsammlung von Noten der Finnischen Verteidigungskräfte, die in Verbindung mit dem Musikkorps der Garde wirkt, dienen etwa zehn Rekruten.  Die Zusammensetzungen, die diese bilden, geben jährlich etwa 150 Auftritte bei Veranstaltungen in Südfinnland.  Bei dem Musikkorps funktioniert auch die Instrumentreparaturwerkstatt der Verteidigungskräfte.

 

Elias Seppälä - Chefdirigent

©The Finnish Defence Forces
Musikoberstleutnant Elias Seppälä legte im Jahr 1983 bei den Lehrern Pertti Pekkanen und Atso Almila sein Militärkapellmeisterexamen an der Sibelius-Akademie ab, wonach er für eine kurze Zeit als jüngerer Kapellmeister des Musikkorps der Garnison Helsinki tätig war. Im Jahr 1986 wechselte er nach Oulu wo er die Stelle als Leiter des Musikkorps Pohja über hatte, um im Jahr 1995 nach Helsinki zurückzukehren als er die Leitung des Musikkorps der Garde übernahm. Nach dreizehn Jahren als Leiter des Musikkorps der Garde wurde Herr Seppälä im Jahr 2008 zum Stabsmusikmeister der finnischen Verteidigungskräfte ernannt.

Ganz von Anfang an hat Elias Seppälä sich die Mühe gemacht, den künstlerischen Ausdruck sowohl des eigenen Blasorchesters als auch vieler anderer Blasorchester Finnlands weiter zu entwickeln. Das Weiterentwickeln der Blasmusikkultur Finnlands ist bei der Erneuerung des Repertoires und der Funktion der Musikkorps der Garde der entscheidende Faktor gewesen. Neben seinen Unterrichtsaufgaben ist Herr Seppälä auch als Leiter verschiedener Musiklager und Kurse tätig gewesen. Weiter hat er zahlreiche Ehrenaufträge gehabt und z. B. den Vorsitz für die finnischen Instrumentalmusik- und Militärkapellmeisterverbände (Soitinmusiikkiliitto ry und Sotilaskapellimestarit ry) geführt, sowie bei zahlreichen Blaswettstreiten die Aufgabe des Preisrichters übernommen.
Elias Seppälä wurde folgende Preise und Auszeichnungen verliehen: Im Jahr 1994 der Kunstpreis des Bezirks Oulu, im Jahr 1995 der Ehrenpreis für Musik des Finnischen Rundfunks, die so genannten „Ehrengewichtsteine der Musik" für das von ihm geleitete Blasorchester, Militärmusiker des Jahres im Jahr 1999 und im Jahr 2004 der vom The Finnish Amateur Musicians' Association, SULASOL, verliehene Heikki Klemetti -Preis.

Als Arrangeur für Blasmusik ist Elias Seppälä weitläufig bekannt. Er hat zahlreiche Arrangements für unterschiedliche Blaszusammensetzungen bearbeitet und ist für die Ausarbeitung und Durchführung des musikalischen Programms bei staatlichen Veranstaltungen verantwortlich gewesen. Durch Bestellung und Import neuer Werke hat er seinerseits auch kräftig zur Entstehung neuer Musikstücke für Blaszusammensetzungen beigetragen.

Raine Ampuja - Dirigent

Musikmajor Raine Ampuja (geb. 1958) studierte 1980-1988 Flügelhorn, Musiktheorie und Orchesterleitung an der Sibelius-Akademie in Helsinki. Im 1988 legte er sein Kapellmeisterexamen ab und wurde Kapellmeister des Musikkorps der Garde. Im Jahr 2006 übernahm Herr Ampuja die Aufgabe des Leiters des Musikkorps der Panzerbrigade. Einige Jahre später kehrte er zur Garde zurück als er am 01.03.2009 zum Leiter des Musikkorps der Garde ernannt wurde.

Herr Ampuja ist der Vater des finnischen Figurmarsches. Im Jahr 1993 studierte er in England, an der Royal Marines School of Music. Nach dem Studium hat Herr Ampuja für mehrere Tattoo-Tourneen, die durch ganz Finland gereist sind, das Script verfasst und Regie geführt. Erfahrung vom Regieführen großer Events hat Herr Ampuja auch durch zahlreiche ähnliche Aufgaben sammeln können, z.B. die Ski-WM in Lahti im 2001, das fünfzigjährige Jubiläum des Vergnügungsparks Linnanmäki in Helsinki sowie jüngst das Sibelius-Wettsingen in Järvenpää im Oktober 2007, das er geplant und geleitet hat.

Neben der Arbeit als Kapellmeister und Ausbilder ist Raine Ampuja auch als Komponist und Arrangeur für Blasmusik bekannt. Außer der reichlichen Blasmusikproduktion hat Raine Ampuja viel für unterschiedliche Zusammensetzungen komponiert, u.a. die für den Besuch des Papstes in Helsinki bestellte Zeremoniemusik und die Musik für die Eröffnung der Ski-WM in Lahti 2001. Sein berühmtestes Blasorchesterstück "Magic" basiert auf dem finnischen Nationalepos "Kalevala". Das Stück schildert die Geschichte von Väinämöinen, der das Geheimnis und die Macht der Musik kennt.

Als Ausbilder und Kapellmeister ist Raine Ampuja schon über 20 Jahre, sowohl in Finnland als auch im Ausland, tätig gewesen und hat auch zwei Lehrbücher über Blasmusik geschrieben. Herr Ampuja ist Vorsitzender des finnischen Blasorchesterverbands und der Sibelius-Wochen. Er funktioniert auch als Chefredakteur der von ihm gegründeten Zeitschrift "Puhallinorkesteri Uutiset". Im Jahr 1995 wurde Herr Ampuja zum Militärmusiker des Jahres gewählt und im 1996 wurde ihm den Klemetti-Preis verliehen.
Für seine Verdienste wurde ihm auch eine Militärverdienstmedaille und ein Militärmusikkreuz verliehen.

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