k.u.k. Wiener Regimentskapelle IR 4, AT

Der Wiener Blasmusikverband präsentiert die k.u.k. Wiener Regimentskapelle IR 4 auf der "Langen Nacht" und bei der Marschshow am Donnerstag, den 15.7.2010!

Die k. u. k. Wiener Regimentskapelle IR 4 hat sich zur Aufgabe gemacht, die altösterreichische Traditions- und Militärmusik zu pflegen und zu erhalten. Sie ist eine der bekanntesten Aushängeschilder der österreichischen Blasmusik. Ihre beliebte, der altösterreichischen Tradition verpflichtete Musik, hat schon immer die Menschen in der ganzen Welt begeistert. Ob Walzer, Polka, Galopp oder Operettenmelodien, die "k. u. k. Wiener Regimentskapelle IR 4" spielt auf besondere Art und Weise viele der berühmten, österreichischen Melodien, darunter auch den berühmten Deutschmeistermarsch mit dem allseits bekannten Refrain "Mir san vom k. u. k. Infanterieregiment Hoch- und Deutschmeister Numero 4 ...", einen Marsch, der von Wilhelm August Jurek zu Ehren des Deutschmeister-Regiments Nr. 4 im Jahre 1893 komponiert und gedichtet wurde.
Das Repertoire der Kapelle umfasst vor allem Werke berühmter österreichischer Komponisten, wie Johann STRAUSS, Joseph LANNER, Carl Michael ZIEHRER, Franz LEHAR, Emmerich KALMAN, Robert STOLZ u. a. Damit eignet sich diese Kapelle, die in ihren historischen blauen k. u. k. Uniformen aus dem Jahre 1871 immer gerne gesehen wird und die aus bis zu 45 Musikern besteht, - wenn gewünscht, sind auch kleinere Formationen möglich - besonders für öffentliche Veranstaltungen, wie Kurkonzerte, Promenadenkonzerte, Straßenfeste, Aufmärsche, Firmeneröffnungen, Empfänge usw. Sie ist durch Ihr Erscheinungsbild wie auch durch die beliebte Wiener Musik immer ein Anziehungspunkt für Jung und Alt.
Wie alle Militärorchester der k. u. k. Monarchie spielte das Orchester bis vor wenigen Jahren noch in der alten, der sogenannten "Hohen Stimmung". Sie geht zurück auf die alte Feld- und Militärmusiken, die vor allem im Freien und in der maschierenden Truppe gehört werden mussten. Die Instrumente der Hohen Stimmung sind einen halben Ton (Halbtonschritt) höher gestimmt als die allgemein gebräuchlichen Instrumente. Alte Instrumente mit Hoher Stimmung sind heute - wenn überhaupt - sehr schwer zu bekommen. Neue Instrumente in Hoher Stimmung werden nicht mehr in Serie erzeugt, sondern nur mehr als Einzelanfertigung auf gesonderte Bestellung. Solche Instrumente sind daher dementsprechend teuer. Dies hatte zur Folge, dass der Nachwuchs für die Hohe Stimmung immer weniger wurde und dass Aushilfen, die ein Orchester immer wieder benötigt, immer schwerer zu bekommen waren.
Daher beschloss Kpm. Hans Salomon im Jahre 2000, das Orchester auf "Tiefe Stimmung" (Normalstimmung) umzustellen, um so den Klangkörper vor dem Aussterben zu bewahren. Trotz dieser Umstellung wurde darauf geachtet, die altösterreichische Blasmusikbesetzung beizubehalten. Es wird besonders darauf geachtet, dass noch die Es-Klarinette, die Konzerttrompete, die Es-Trompete als auch das Wiener Horn und statt der Basstuba das traditionelle Helikon verwendet wird.
Insbesondere durch die Umstellung, aber auch durch geschickte Werbepolitik, gelang es dem derzeitigen Kpm. Friedrich Lentner mit seinem Vorstand in den letzten Jahren, die Besetzung von 25 auf 45 aktive Musiker (Stand: Frühjahr 2005) zu vergrößern.

Homepage: www.regimentskapelle.at

Friedrich Lentner - Dirigent

Friedrich Lentner wurde als 2. Sohn einer Musikerfamilie in Wien geboren. Schon mit 7 Jahren begann er Klavier und Violine zu erlernen. Mit 14 Jahren beendete er sein Violinstudium und begann statt dessen Posaune bei Prof. Georg Rühl. Nach der Unterstufe, entschied er sich für das Wiener Oberstufenrealgymnasium für Studierende der Musik in der Neustiftgasse in Wien Neubau. Schon während dieser Zeit bekam er immer wieder diverse Engagements im Stadttheater Baden, im Kurorchester Baden, im Raimundtheater, bei der Bühnenmusik der Bundestheater sowie bei den Operettenfestspielen in Mörbisch. In dieser Zeit setzte er sein Studium am Konservatorium der Stadt Wien bei Prof. Horst Kübelböck sowie bei Prof. Mosheimer fort. 1983 maturierte er am Musikgymnasium und bekam sofort im Anschluss ein Engagement als 1. Posaunist am Raimundtheater. Im Herbst 1984 wurde aufgrund der Neuübernahme des Theaters durch die Vereinigten Bühnen Wiens das gesamte Ensemble entlassen und es wurden Neuausschreibungen angesetzt. Dies war der Anlass endlich den Präsenzdienst zu absolvieren. Im Herbst 2004 ging er zur Gardemusik Wien, wo er als Posaunist als auch Bassflügelhornist seinen Dienst ableistete. Nach 14 Monaten endete sein Dienst bei der Gardemusik Wien und Friedrich Lentner begann seine Ausbildung zum Polizeibeamten. Nach bestandener Dienstprüfung im Jahre 1987 ließ er sich zur Polizeimusik Wien, die ein Berufsorchester ist, versetzen. Während dieser ganzen Zeit setzte er sein Studium am Konservatorium fort. 1989 beendete er sein Studium mit der stattlichem Diplomprüfung. Im Herbst desselben Jahres bekam er eine Anstellung von den Musiklehranstalten der Gemeinde Wien. Im Anschluss an sein Diplom absolvierte er noch einen Meisterkurs für Dirigieren bei Thomas Doss am Wiener Konservatorium.

Derzeit ist Friedrich Lentner bei der Polizeimusik Wien als 1. Tenorist bzw. Posaunist sowie als Instrumentallehrer für Posaune an den Musiklehranstalten Wien tätig. Aber auch in der restlichen Freizeit widmet er sich voll und ganz der Musik. Er spielt in  diverser Bigbands als auch Streichorchester sowie Brass-Ensembles mit. Seit 10 Jahren leitet er seine eigene Bigband (siehe www.vienna-skyline-bigband.at) mit der er im In- als auch im Ausland sehr viel unterwegs ist. Aber auch bei der Blasmusik ist er schon seit 1996 sehr engagiert. Seit dieser Zeit leitet er die Ortkapelle von Hagenbrunn bei Wien sehr erfolgreich.

Sein jüngstes Orchester ist seit April 2002 die Wiener Regimentskapelle Infantrieregiment Nr.4. Diese Traditionskapelle, hat Friedrich Lentner von einem sehr guten und jahrelangen Musikkollegen der leider plötzlich verstorben ist, übernommen. Da er aufgrund seiner Klassikausbildung als auch seiner Tätigkeiten in diversen Theatern sehr viel Ehrfahrung über Wiener Musik hat, ist er sehr bemüht, mit diesem traditionsreiche Orchester der Öffentlichkeit die Altösterreichischen Komponisten mit ihren Werken näher zu bringen.  

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